Erdgasspeicherung

Erdgas ist der modernste Wärme­ener­gie­träger überhaupt. Dieser kommt wie der Strom verbrau­cher­freundlich durch die Leitung, beansprucht keinen Platz zur Lager­haltung und hat von allen fossilen Energie­trägern die beste CO2-Bilanz. Wegen dieser Vorteile ist Erdgas zur Heizenergie Nr. 1 geworden. Das ist auch der Grund dafür, warum in Deutschland im Winter sechsmal so viel Erdgas verbraucht wird, wie im Sommer. Derart ausge­prägte Absatz­schwan­kungen können aus techni­schen und wirtschaft­lichen Gründen von Produktion und Import nicht aufge­fangen werden. Daher wird im Sommer mehr Erdgas produ­ziert und impor­tiert, als der Markt aufnehmen kann. Dagegen übersteigt die Nachfrage im Winter die aus Produktion und Importen zur Verfügung stehenden Mengen.

Unter­ir­dische Speicherung
Poren­speicher und Kaver­nen­speicher

BEB betreibt deswegen drei Erdgas-Unter­grund­speicher, in denen die sommer­lichen Überschuss­mengen zwischen­ge­lagert werden können. Damit stehen zu Beginn der Winterzeit zusätz­liche 1,8 Milli­arden Kubik­meter Erdgas bereit, die den steigenden Bedarf decken. Diese Menge reicht aus, um eine Großstadt wie Hamburg ein ganzes Jahr lang mit Erdgas zu versorgen.

Erdgas wird unterirdisch gespeichert

Die Natur hat uns vorge­macht, wie man Erdgas am besten absolut sicher und umwelt­schonend speichert: in den porösen Gesteins­schichten der natür­lichen Erdgas­la­ger­stätten tief in der Erde - dort, wo der begehrte Energie­träger über Jahrmil­lionen bis zu seiner Entde­ckung lag. Genau an diese Orte bringen wir das Gas, das im Sommer nicht gebraucht wird. Die Erdgasspei­cherung in ehema­ligen Lager­stätten ist ein technisch anspruchs­volles Unter­fangen. Deshalb sorgt ein fortwäh­render Optimie­rungs­prozess für größt­mög­liche Effizienz und Zuver­läs­sigkeit. Heute ist die Speicherung von Erdgas zu einem unver­zicht­baren Pfeiler der Energie­ver­sorgung unseres Landes geworden.

Derzeit werden etwa 10 Prozent des jährlichen Erdgas­ver­brauchs in Deutschland in Speichern vorge­halten, um die saisonalen Schwan­kungen auszu­gleichen. Über den bishe­rigen Ausbau unserer Speicher hinaus haben wir uns mit der detail­lierten Vorbe­reitung weiterer Ausbau-Optionen auf einen steigenden Erdgas­bedarf einge­stellt.

Poren­speicher und Kaver­nen­speicher
Bei der Erdgasspei­cherung unter­scheidet man grund­sätzlich zwei Speicher­typen:



Poren­speicher - ehemalige Erdgas­la­ger­stätten
Poren­speicher sind nichts anderes als ehemalige Erdgas­la­ger­stätten, aus denen bereits Erdgas gefördert wurde. Hier steckt das Gas in winzigen Poren, Rissen und Hohlräumen in festen, aber porösen und durch­läs­sigen Gesteins­schichten in Tiefen zwischen 1.500 und 2.700 Metern.

Der Platz in der Lager­stätte, der durch das geför­derte Gas frei geworden ist, steht Speicher­mengen zur Verfügung. Entspre­chend der Größe der ehema­ligen Lager­stätte können unter hohem Druck große Volumina in den Poren­spei­chern zwischen­ge­lagert werden. Poren­speicher sind daher auf die Übernahme der Grundlast in den Winter­mo­naten ausgelegt.

Kaver­nen­speicher - große Hohlräume in Salzstöcken
Kaver­nen­speicher sind dagegen tatsächlich große Hohlräume, die künstlich aus dem Salzge­stein norddeut­scher Salzstöcke heraus­ge­laugt wurden. Der Kaver­nen­speicher der BEB liegt strate­gisch günstig in der Gemeinde Harsefeld bei Stade. Er dient mit seiner hohen Stunden­leistung zur flexiblen und kurzfristig einsetz­baren Abdeckung von Verbrauchss­pitzen. Durch die Kombi­nation der beiden Speicher­typen können wir unseren Kunden ein Höchstmaß an Flexi­bi­lität zur bedarfs­ge­rechten Speicherung und Wieder­aus­la­gerung bieten.

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