Paralympics - Geschichte

Seit 1948 gibt es die Paralympics, die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Allerdings tragen die Wettkämpfe ihren heute gebräuchlichen Namen erst seit dem Jahr 1988. Es war ein deutschstämmiger Neurologe, Dr. Ludwig Guttmann, der im englischen Stoke Mandeville die ersten Sportwettbewerbe für Kriegsversehrte initiierte, parallel zu den Olympischen Spielen. Seit 1960, seit den "Weltspielen der Gelähmten" in Rom, finden die Paralympics nicht mehr gleichzeitig mit, sondern im Anschluss an die Olympiaden statt.

Zum ersten Mal auch im Winter wurden die Paralympics 1976 veranstaltet, damals in Schweden. Beteiligt waren 250 Sportler aus 14 Nationen. In Salt Lake City im Jahr 2000 waren es mehr als 600 Paralympioniken.

Im Begriff "Paralympics" verbirgt sich das griechische Wort "Paralysis", das "Lähmung" bedeutet. Da nicht alle teilnehmenden Sportler von einer Lähmung betroffen sind, gibt es alternative Interpretationen der Bezeichnung - demnach steht "Paralympics" für "Parallel-Olympics" oder für "Para-Olympics", nach griechisch "para", das "neben-" oder "zugehörig" heißt.

Seit 1989 trägt die Verantwortung für die Organisation des Events das Internationale Paralympische Komitee (IPC), in Düsseldorf gegründet, ansässig in Bonn.

Die gehandicapten Sportler werden verschiedenen Kategorien zugeordnet, um faire Wettbewerbe zu garantieren. Diese Klassifizierung ist international anerkannt. Die Klassen sind:

1. Amputierte - Athleten, denen mindestens ein Hauptgelenk in einem Glied fehlt.

2. Cerebralparetik - In dieser Kategorie sind Athleten zusammengefasst, deren Bewegungsablauf durch Schädigungen von Steuerzentren im Gehirn beeinträchtigt werden.

3. Sehbehinderte - Von Fehlsichtigkeit bis hin zu völliger Blindheit reicht das Spektrum der Schädigungen in dieser Kategorie.

4. Rollstuhlsport - Gemeint sind alle Sportler, die ihren Sport im Rollstuhl ausüben, sei es Rollstuhlrugby, Leichtathletik, Rollstuhlbasketball, Tischtennis, Curling oder Tennis.

5. Les Autres - Dieser französische Begriff ("Die anderen") stellt eine Oberkategorie für alle Athleten dar, deren Behinderungen keiner der oben aufgeführten vier Kategorien zuzurechnen sind.

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