Josef Giesen und Thomas Nolte vom Team BEB haben bei den Paralympics überzeugt!
Im letzten Rennen seiner langjährigen sportlichen Karriere hat Josef Giesen im Biathlon die Bronzemedaille gewonnen.
Giesen freute sich nach seinem 12,5 km Lauf wie ein Schneekönig!
Nolte fährt sein erstes paralympisches Rennen
Knapp am Edelmetall vorbei: Josef Giesen auf Platz vier
Wenige Meter fehlten Josef Giesen zu Bronze
Am 12. März 2010 werden in Vancouver die X. Paralympics eröffnet.
Dort werden bis zu 600 Athletinnen und Athleten an zehn Wettkampftagen um Edelmetalle kämpfen. Die Spiele dauern bis zum 21. März. Dabei werden die Wettkämpfe an verschiedenen Orten ausgetragen: Die Wettbewerbe in den Sportarten Sledge-Eishockey und Curling finden in Vancouver statt. Zudem ist das BC Place Stadium in Vancouver Veranstaltungsort für die Eröffnungsfeier. Rund 125 Kilometer von Vancouver entfernt - in Whistler - liegt der zweite paralympische Standort. Hier starten die alpinen und nordischen Skiwettbewerbe sowie die Biathlonwettkämpfe. Die Fahrtzeit nach Whistler beträgt aus Vancouver aus circa zwei Stunden.
In Vancouver werden auch zwei Athleten aus Niedersachsen an den Start gehen. Zum einen vertritt Josef Giesen (VfL Herzlake/Team BEB) die niedersächsischen Farben.
Der contergangeschädigte Mann kam 1994 erstmalig in Kontakt mit dem Langlauf: Bei einem Alpinwettkampf, der wegen Sturm ausfiel, nahm er stattdessen an der Landesmeisterschaft im Langlauf teil und wurde vom damaligen Bundestrainer angesprochen. Es folgte 1994 der Wechsel zum Langlauf und Biathlon. Dies war auch ein guter Zeitpunkt, so Giesen, denn die Unversehrtheit seiner zwei gesunden Beine wollte er beim riskanteren Alpinski nicht aufs Spiel setzen. Dass Josef Giesen gut auf die Spiele vorbereit ist, zeigen die ersten Resultate im paralympischen Winter. Im ersten Biathlon-Weltcuprennen der Saison 2009/10 gleich der erste Sieg: Josef Giesen war happy. Das war für mich ein eigenes vorweihnachtliches Geschenk am vierten Advent, kommentierte der nordische Behinderten-Skiläufer aus Herzlake seinen ersten Platz im Biathlon-Verfolgungsrennen von Sjusjoen (Norwegen). Mit dem Erfolg in der erstmals auch im Wettkampfprogramm der Paralympics in Vancouver stehenden Disziplin beseitigte der Doppel-Medaillengewinner der WM 2009 auch die allerletzten leisen Zweifel an der Nominierung für seine letzte internationale Großveranstaltung im März 2010.
Thomas Nolte (MTV Braunschweig/Team BEB) ist der zweite Starter aus Niedersachsen.
Seine Spezialdisziplin ist das Slalom fahren, wodurch er in der Super-Kombination international vorn mitmischt. Ich bin ein Allrounder, sagt der amtierende Mannschaftsweltmeister, der in der Einzelwertung nur knapp am Edelmetall vorbei schrammte. Der 25jährige trainiert auch im Sommer bis zu acht Mal pro Woche für den Alpinsport. Am 26. Februar geht es ins kanadische Vancouver, wo zwei Wochen später die Winter-Paralympics beginnen. Nachdem er vor vier Jahren bereits in Turin erstmals paralympische Luft schnuppern durfte, hat er sich für 2010 eines fest vorgenommen: Wenn das Ziel keine Medaille wäre, bräuchte ich nicht mitzufahren. Das klappt aber nur, wenn ich mich nicht unter Druck setze und Spaß habe, sagt er nachdrücklich.
Auf Edelmetall hoffen zwei behinderte Wintersportler aus Niedersachsen bei den Paralympics von Samstag bis zum 21. März in Vancouver.
Der contergangeschädigte Spitzensportler kam 1994 erstmalig in Kontakt mit dem Langlauf: Bei einem Alpinwettkampf, der wegen Sturm ausfiel, nahm er stattdessen an der Landesmeisterschaft im Langlauf teil und wurde vom damaligen Bundestrainer angesprochen. Es folgte 1994 der Wechsel zum Langlauf und Biathlon. Dies war auch ein guter Zeitpunkt, so Giesen, denn die Unversehrtheit seiner zwei gesunden Beine wollte er beim riskanteren Alpinski nicht aufs Spiel setzen.
Seine Spezialdisziplin ist das Slalomfahren, wodurch er in der Super-Kombination international vorn mitmischt. Ich bin ein Allrounder, sagt der amtierende Mannschaftsweltmeister, der in der Einzelwertung nur knapp am Edelmetall vorbei schrammte. Der 25jährige trainiert auch im Sommer bis zu acht Mal pro Woche für den Alpinsport. Nach seiner Teilnahme bei den Paralympics in Turin 2006 wurde der 25-jährige Monoskifahrer zwei Jahre später beim Europacup in Schweden zweimal Dritter im Slalom und einmal Dritter beim Riesenslalom.
Seit 1948 gibt es die Paralympics, die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Allerdings tragen die Wettkämpfe ihren heute gebräuchlichen Namen erst seit dem Jahr 1988. Es war ein deutschstämmiger Neurologe, Dr. Ludwig Guttmann, der im englischen Stoke Mandeville die ersten Sportwettbewerbe für Kriegsversehrte initiierte, parallel zu den Olympischen Spielen. Seit 1960, seit den "Weltspielen der Gelähmten" in Rom, finden die Paralympics nicht mehr gleichzeitig mit, sondern im Anschluss an die Olympiaden statt. Zum ersten Mal auch im Winter wurden die Paralympics 1976 veranstaltet, damals in Schweden. Beteiligt waren 250 Sportler aus 14 Nationen. In Salt Lake City im Jahr 2000 waren es mehr als 600 Paralympioniken.
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