Josef Giesen und Thomas Nolte vom Team BEB haben bei den Paralympics überzeugt!
Im letzten Rennen seiner langjährigen sportlichen Karriere hat Josef Giesen im Biathlon die Bronzemedaille gewonnen.
Giesen freute sich nach seinem 12,5 km Lauf wie ein Schneekönig!
Nolte fährt sein erstes paralympisches Rennen
Knapp am Edelmetall vorbei: Josef Giesen auf Platz vier
Biathlet Josef Giesen (VfL Herzlake/Team BEB) lief am ersten Wettkampftag der Paralympics in Vancouver in der 3 Kilometer Verfolgung in der stehenden Klasse knapp an einem Podestplatz vorbei. Trotz fehlerfreien Schießens bei schwierigen Windbedingungen gelang es ihm nicht, den Vorsprung von 47 Sekunden aus der Qualifikation zu halten, so dass er seine Führung nach der zweiten Schießeinlage abgeben musste. Besonders an der langen Steigung, die es auswärts des Biathlon Stadions im Whistler Paralympic Park zu bewältigen galt, verlor er auf beiden Runden wertvolle Zeit und jeweils einen Teil seines Vorsprungs, da er aufgrund seiner Behinderung keine Skistöcke benutzen kann. Der 48-Jährige wurde schließlich nach einem packenden Zielsprint Vierter und lag nur sieben Zehntelsekunden hinter dem Bronzemedaillengewinner Grygorii Vovchynskyi aus der Ukraine. Es siegte der Russe Kirill Mikhaylov vor Nils-Erik Ulset aus Norwegen. Ich bin mit dem vierten Platz völlig zufrieden. Es ist zwar der Blechplatz, aber für mich ist das eine gute Leistung, resümierte Giesen, der nun am Mittwoch, 17. März über die 12,5 Kilometer an den Start gehen wird. Start ist um 12:00 Uhr Ortszeit.
Wenige Meter fehlten Josef Giesen zu Bronze
Am 12. März 2010 werden in Vancouver die X. Paralympics eröffnet.
Auf Edelmetall hoffen zwei behinderte Wintersportler aus Niedersachsen bei den Paralympics von Samstag bis zum 21. März in Vancouver.
Der contergangeschädigte Spitzensportler kam 1994 erstmalig in Kontakt mit dem Langlauf: Bei einem Alpinwettkampf, der wegen Sturm ausfiel, nahm er stattdessen an der Landesmeisterschaft im Langlauf teil und wurde vom damaligen Bundestrainer angesprochen. Es folgte 1994 der Wechsel zum Langlauf und Biathlon. Dies war auch ein guter Zeitpunkt, so Giesen, denn die Unversehrtheit seiner zwei gesunden Beine wollte er beim riskanteren Alpinski nicht aufs Spiel setzen.
Seine Spezialdisziplin ist das Slalomfahren, wodurch er in der Super-Kombination international vorn mitmischt. Ich bin ein Allrounder, sagt der amtierende Mannschaftsweltmeister, der in der Einzelwertung nur knapp am Edelmetall vorbei schrammte. Der 25jährige trainiert auch im Sommer bis zu acht Mal pro Woche für den Alpinsport. Nach seiner Teilnahme bei den Paralympics in Turin 2006 wurde der 25-jährige Monoskifahrer zwei Jahre später beim Europacup in Schweden zweimal Dritter im Slalom und einmal Dritter beim Riesenslalom.
Seit 1948 gibt es die Paralympics, die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Allerdings tragen die Wettkämpfe ihren heute gebräuchlichen Namen erst seit dem Jahr 1988. Es war ein deutschstämmiger Neurologe, Dr. Ludwig Guttmann, der im englischen Stoke Mandeville die ersten Sportwettbewerbe für Kriegsversehrte initiierte, parallel zu den Olympischen Spielen. Seit 1960, seit den "Weltspielen der Gelähmten" in Rom, finden die Paralympics nicht mehr gleichzeitig mit, sondern im Anschluss an die Olympiaden statt. Zum ersten Mal auch im Winter wurden die Paralympics 1976 veranstaltet, damals in Schweden. Beteiligt waren 250 Sportler aus 14 Nationen. In Salt Lake City im Jahr 2000 waren es mehr als 600 Paralympioniken.
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