Josef Giesen und Thomas Nolte vom Team BEB haben bei den Paralympics überzeugt!
Im letzten Rennen seiner langjährigen sportlichen Karriere hat Josef Giesen im Biathlon die Bronzemedaille gewonnen.
Giesen freute sich nach seinem 12,5 km Lauf wie ein Schneekönig!
Nolte fährt sein erstes paralympisches Rennen
Knapp am Edelmetall vorbei: Josef Giesen auf Platz vier
Wenige Meter fehlten Josef Giesen zu Bronze
Josef Giesen hat in der Biathlon-Verfolgung denkbar knapp das erste Edelmetall für das deutsche Paralympics-Team verpasst. Der 48-Jährige wurde in der Startklasse stehend Vierter, sieben Zehntelsekunden hinter dem Bronzemedaillengewinner Grygorii Vovchynskyi aus der Ukraine. Es siegte der Russe Kirill Mikhaylov vor Nils-Erik Ulset aus Norwegen. Giesen, der bereits in der Qualifikation auf sein gutes und schnelles Schießen setzen konnte, war als zweiter auf die Drei-Kilometer-Strecke gegangen. Weil er aufgrund seiner Behinderung keine Skistöcke benutzen kann, betrug sein Rückstand nicht die 47 Sekunden aus der Qualifikation, sondern vier Sekunden. Wieder lieferte Giesen am Schießstand bei schwierigen Windbedingungen zwei Einlagen der Extraklasse. Während seine Konkurrenz sich reihenweise in den Strafrunden tummelte, blieb Giesen, der die Waffe mit dem Mund bedient, fehlerfrei und ging jeweils als erster auf die Strecke. Ein wahres Drama entwickelte sich nach dem zweiten Schießen. Dass der knappe Vorsprung auf Mikhailow und Ulset nicht zu halten ist, war schnell klar. Doch Vovchynskyi mit seinen vier Strafrunden auf Distanz zu halten schien möglich. Aber der Ukrainer kam immer näher, und wenige Meter vor dem Zielstrich schnappte er Giesen die Bronzemedaille noch weg. Nach dem Rennen sagte Giesen: "Für viele ist der vierte Rang der Blech-Platz - für mich nicht. Ich bin sehr zufrieden."
Am 12. März 2010 werden in Vancouver die X. Paralympics eröffnet.
Auf Edelmetall hoffen zwei behinderte Wintersportler aus Niedersachsen bei den Paralympics von Samstag bis zum 21. März in Vancouver.
Der contergangeschädigte Spitzensportler kam 1994 erstmalig in Kontakt mit dem Langlauf: Bei einem Alpinwettkampf, der wegen Sturm ausfiel, nahm er stattdessen an der Landesmeisterschaft im Langlauf teil und wurde vom damaligen Bundestrainer angesprochen. Es folgte 1994 der Wechsel zum Langlauf und Biathlon. Dies war auch ein guter Zeitpunkt, so Giesen, denn die Unversehrtheit seiner zwei gesunden Beine wollte er beim riskanteren Alpinski nicht aufs Spiel setzen.
Seine Spezialdisziplin ist das Slalomfahren, wodurch er in der Super-Kombination international vorn mitmischt. Ich bin ein Allrounder, sagt der amtierende Mannschaftsweltmeister, der in der Einzelwertung nur knapp am Edelmetall vorbei schrammte. Der 25jährige trainiert auch im Sommer bis zu acht Mal pro Woche für den Alpinsport. Nach seiner Teilnahme bei den Paralympics in Turin 2006 wurde der 25-jährige Monoskifahrer zwei Jahre später beim Europacup in Schweden zweimal Dritter im Slalom und einmal Dritter beim Riesenslalom.
Seit 1948 gibt es die Paralympics, die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Allerdings tragen die Wettkämpfe ihren heute gebräuchlichen Namen erst seit dem Jahr 1988. Es war ein deutschstämmiger Neurologe, Dr. Ludwig Guttmann, der im englischen Stoke Mandeville die ersten Sportwettbewerbe für Kriegsversehrte initiierte, parallel zu den Olympischen Spielen. Seit 1960, seit den "Weltspielen der Gelähmten" in Rom, finden die Paralympics nicht mehr gleichzeitig mit, sondern im Anschluss an die Olympiaden statt. Zum ersten Mal auch im Winter wurden die Paralympics 1976 veranstaltet, damals in Schweden. Beteiligt waren 250 Sportler aus 14 Nationen. In Salt Lake City im Jahr 2000 waren es mehr als 600 Paralympioniken.
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