Josef Giesen und Thomas Nolte vom Team BEB haben bei den Paralympics überzeugt!
Im letzten Rennen seiner langjährigen sportlichen Karriere hat Josef Giesen im Biathlon die Bronzemedaille gewonnen.
Giesen freute sich nach seinem 12,5 km Lauf wie ein Schneekönig!
Nolte fährt sein erstes paralympisches Rennen
In seinem ersten paralympischen Rennen in Whistler Creekside, dem Slalom in der sitzenden Klasse, fuhr Thomas Nolte vom MTV Braunschweig/Team BEB in 1:55 Minuten auf den zwölften Rang. Nach den Wetterkapriolen der vergangenen Tage, die für zahlreiche Trainingsausfälle und schließlich auch zur Absage des kompletten ersten alpinen Wettkampftages geführt hatten, durften am Sonntag nun endlich auch die alpinen Skifahrer auf die Piste. Eine gewisse Erleichterung darüber machte sich bei allen Athleten bemerkbar, doch nicht nur Thomas Nolte sah sich durch den geänderten Wettkampfplan vor einige Herausforderungen gestellt. In den letzten Wochen sind wir unter anderem beim Weltcup in Aspen hauptsächlich Speed gefahren, da war es für mich schwierig, mich plötzlich ohne Training auf kurze Schwünge und kurze Ski umzustellen, erklärte der Monoskifahrer. Auch aus diesem Grund kam er im ersten von zwei Läufen nicht so gut zurecht. Ich habe mich von der Atmosphäre sehr beeindrucken lassen und bin mit angezogener Handbremse gefahren. Ich wollte es einfach zu gut machen und habe dadurch verkrampft. Weil er nach dem ersten Durchgang mit seiner Platzierung (Rang 22) von den Medaillenplätzen weit entfernt lag, ist Thomas Nolte im zweiten Durchgang dann auf der schwierigen und mit Schlägen versehenen Piste volles Risiko gegangen und hat mit einem hervorragenden Lauf insgesamt zehn Plätze gut gemacht. Ich bin mit dem zweiten Lauf zufrieden, hätte mir heute aber insgesamt mehr ausgerechnet, weil Slalom meine Paradedisziplin ist. Es wäre mir leichter gefallen, wenn wir zuerst wie ursprünglich vorgesehen die Abfahrt gefahren wären.
Knapp am Edelmetall vorbei: Josef Giesen auf Platz vier
Wenige Meter fehlten Josef Giesen zu Bronze
Am 12. März 2010 werden in Vancouver die X. Paralympics eröffnet.
Auf Edelmetall hoffen zwei behinderte Wintersportler aus Niedersachsen bei den Paralympics von Samstag bis zum 21. März in Vancouver.
Der contergangeschädigte Spitzensportler kam 1994 erstmalig in Kontakt mit dem Langlauf: Bei einem Alpinwettkampf, der wegen Sturm ausfiel, nahm er stattdessen an der Landesmeisterschaft im Langlauf teil und wurde vom damaligen Bundestrainer angesprochen. Es folgte 1994 der Wechsel zum Langlauf und Biathlon. Dies war auch ein guter Zeitpunkt, so Giesen, denn die Unversehrtheit seiner zwei gesunden Beine wollte er beim riskanteren Alpinski nicht aufs Spiel setzen.
Seine Spezialdisziplin ist das Slalomfahren, wodurch er in der Super-Kombination international vorn mitmischt. Ich bin ein Allrounder, sagt der amtierende Mannschaftsweltmeister, der in der Einzelwertung nur knapp am Edelmetall vorbei schrammte. Der 25jährige trainiert auch im Sommer bis zu acht Mal pro Woche für den Alpinsport. Nach seiner Teilnahme bei den Paralympics in Turin 2006 wurde der 25-jährige Monoskifahrer zwei Jahre später beim Europacup in Schweden zweimal Dritter im Slalom und einmal Dritter beim Riesenslalom.
Seit 1948 gibt es die Paralympics, die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Allerdings tragen die Wettkämpfe ihren heute gebräuchlichen Namen erst seit dem Jahr 1988. Es war ein deutschstämmiger Neurologe, Dr. Ludwig Guttmann, der im englischen Stoke Mandeville die ersten Sportwettbewerbe für Kriegsversehrte initiierte, parallel zu den Olympischen Spielen. Seit 1960, seit den "Weltspielen der Gelähmten" in Rom, finden die Paralympics nicht mehr gleichzeitig mit, sondern im Anschluss an die Olympiaden statt. Zum ersten Mal auch im Winter wurden die Paralympics 1976 veranstaltet, damals in Schweden. Beteiligt waren 250 Sportler aus 14 Nationen. In Salt Lake City im Jahr 2000 waren es mehr als 600 Paralympioniken.
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