Josef Giesen und Thomas Nolte vom Team BEB haben bei den Paralympics überzeugt!
Die Paralympics von Vancouver und Whistler sind beendet.
Bei der Abschlussfeier der X. paralympischen Spiele auf der "Medals Plaza" in Whistler erklärte Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees: "Wir haben eine tolle Zeit gehabt. Es ist Zeit, die Spiele für beendet zu erklären." Kurz darauf wurde die paralympische Flamme eingeholt und die Flagge symbolisch an Anatoly Pakhmonov, den Bürgermeister von Sotschi weitergegeben. Die russische Schwarzmeerstadt ist Gastgeber der nächsten Paralympics im Jahr 2014. Zuvor wurde auf der drei Tage lang umgebauten "Medals Plaza" im Ortskern von Whistler noch einmal an den Gastgeber und die vergangenen zehn Tage der Spiele erinnert. Erster Höhepunkt war der Einmarsch der rund 500 Athleten aus 44 Ländern durch den Wintersportort Whistler, umsäumt von tausenden Zuschauern. Bei der deutschen Mannschaft trug Alpin-Fahrerin Anna Schaffelhuber die Fahne. Im Anschluss sagte sie: "Das war voll das geile Gefühl. Das werde ich nie vergessen". Begleitet wurde die Parade der Sportler von der einheimischen Folkband La Bottine Souriante und einem Chor von 45 jungen Sängerinnen und Sängern aus Ortschaften, die zwischen Vancoucer und Whistler liegen. Im Anschluss präsentierte Alex Wells einen traditionellen Reifentanz. Wells ist Weltmeister in dieser Sportart, die viele Element der nordamerikanischen Ureinwohner verbindet. Außerdem stimmte Tanya Tagaq, eine Inuit, einen traditionellen Kehlkopfgesang an, und 125 behinderte und nichtbehinderte Skifahrer brachten Fackeln von den Bergen ins Tal.
"Wir danken für Dramen und Nervenkitzel". In seiner Abschlussansprache sagte John Furlong, Chef des Organisationskomitees VANOC, zu den Sportlern: "Wir danken für die Dramen und Nervenkitzel, die Ihr uns geboten habt. Vielleicht geht Ihr mit Medaillen nach Hause. Ihr alle geht aber als Gewinner nach Hause." Nach jahrelangen Vorbereitungen der olympischen und paralympischen Spielen erklärte Furlong: "Mit Demut und einer Träne sage ich auf Wiedersehen. Aber eigentlich sage ich: Wir sehen uns! Es war eine Ehre, Euch zu dienen." Craven lobte "magische Spiele, die besten Winter-Paralympics aller Zeiten, mit den schönsten Medaillen, die ich je gesehen habe. Wir kehren nun nach Hause in alle Welt, mit neuem Geist und neuer Energie in uns." Der Gastgeber für 2014, Sotschi, stellte sich u.a. mit Eiskunstläufern, einem Kindercor und der sehbehinderten georgischen Sängerin Diana Gouzkaya vor. Begleitet von Musik des kanadischen Nachwuchsstars Andrew Allen wurde die paralympische Flamme an eine Delgation aus Sotschi, wo die kommenden Spiele vom 7. bis 16. März 2014 stattfinden, übergeben. Im Anschluss erhellte ein großes Feuerwerk den Himmel über dem kleinen Wintersportort. Die deutschen Sportler lobten die Abschlussfeier: "Das war ein tolles Erlebnis. So unvergesslich wie die Spiele hier in Whistler", sagte der dreifache Gold-Gewinner Martin Braxenthaler. Fünffachsiegerin Verena Benetele freute sich über eine "beeindruckende" Feier.
Im letzten Rennen seiner langjährigen sportlichen Karriere hat Josef Giesen im Biathlon die Bronzemedaille gewonnen.
Giesen freute sich nach seinem 12,5 km Lauf wie ein Schneekönig!
Nolte fährt sein erstes paralympisches Rennen
Knapp am Edelmetall vorbei: Josef Giesen auf Platz vier
Wenige Meter fehlten Josef Giesen zu Bronze
Am 12. März 2010 werden in Vancouver die X. Paralympics eröffnet.
Auf Edelmetall hoffen zwei behinderte Wintersportler aus Niedersachsen bei den Paralympics von Samstag bis zum 21. März in Vancouver.
Der contergangeschädigte Spitzensportler kam 1994 erstmalig in Kontakt mit dem Langlauf: Bei einem Alpinwettkampf, der wegen Sturm ausfiel, nahm er stattdessen an der Landesmeisterschaft im Langlauf teil und wurde vom damaligen Bundestrainer angesprochen. Es folgte 1994 der Wechsel zum Langlauf und Biathlon. Dies war auch ein guter Zeitpunkt, so Giesen, denn die Unversehrtheit seiner zwei gesunden Beine wollte er beim riskanteren Alpinski nicht aufs Spiel setzen.
Seine Spezialdisziplin ist das Slalomfahren, wodurch er in der Super-Kombination international vorn mitmischt. Ich bin ein Allrounder, sagt der amtierende Mannschaftsweltmeister, der in der Einzelwertung nur knapp am Edelmetall vorbei schrammte. Der 25jährige trainiert auch im Sommer bis zu acht Mal pro Woche für den Alpinsport. Nach seiner Teilnahme bei den Paralympics in Turin 2006 wurde der 25-jährige Monoskifahrer zwei Jahre später beim Europacup in Schweden zweimal Dritter im Slalom und einmal Dritter beim Riesenslalom.
Seit 1948 gibt es die Paralympics, die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Allerdings tragen die Wettkämpfe ihren heute gebräuchlichen Namen erst seit dem Jahr 1988. Es war ein deutschstämmiger Neurologe, Dr. Ludwig Guttmann, der im englischen Stoke Mandeville die ersten Sportwettbewerbe für Kriegsversehrte initiierte, parallel zu den Olympischen Spielen. Seit 1960, seit den "Weltspielen der Gelähmten" in Rom, finden die Paralympics nicht mehr gleichzeitig mit, sondern im Anschluss an die Olympiaden statt. Zum ersten Mal auch im Winter wurden die Paralympics 1976 veranstaltet, damals in Schweden. Beteiligt waren 250 Sportler aus 14 Nationen. In Salt Lake City im Jahr 2000 waren es mehr als 600 Paralympioniken.
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