Josef Giesen und Thomas Nolte vom Team BEB haben bei den Paralympics überzeugt!
Zum Abschluss seiner langen Karriere als Biathlet hat Josef Giesen aus Herzlake noch einmal sein ganzes Können ausgepackt. Nachdem er in der Verfolgung um 7 Zehntel Sekunden an der Bronzemedaille vorbeigeschrammt war, spielte er bei den 12,5 km seine ganze Erfahrung aus und sicherte sich hinter den mit Stöcken laufenden Konkurrenten die Bronzemedaille. Die Benachteiligung, die der contergangeschädigte Supersportler gegenüber seinen mit Stockeinsatz laufenden Konkurrenten hat, machte er mit einem grandiosen Schießresultat wett: nur eine einzige Fahrkarte in beiden Wettbewerben! Bei seinen ersten Paralympics hat der Braunschweiger Monoskifahrer Thomas Nolte zwar noch keine Medaille erkämpft, aber schon ganz deutlich gemacht, was in Sotchi von ihm zu erwarten sein wird! Ein 14. Rang im Super-G, der 13. im Riesenslalom, der 12. im Slalom, der zehnte in der Super Kombination und ein großartiger 4. Platz in der Abfahrt haben die Erwartungen kräftig steigen lassen! Das Team BEB gratuliert den beiden Athleten zu ihren tollen Leistungen!
Im letzten Rennen seiner langjährigen sportlichen Karriere hat Josef Giesen im Biathlon die Bronzemedaille gewonnen.
Giesen freute sich nach seinem 12,5 km Lauf wie ein Schneekönig!
Nolte fährt sein erstes paralympisches Rennen
Knapp am Edelmetall vorbei: Josef Giesen auf Platz vier
Wenige Meter fehlten Josef Giesen zu Bronze
Am 12. März 2010 werden in Vancouver die X. Paralympics eröffnet.
Auf Edelmetall hoffen zwei behinderte Wintersportler aus Niedersachsen bei den Paralympics von Samstag bis zum 21. März in Vancouver.
Der contergangeschädigte Spitzensportler kam 1994 erstmalig in Kontakt mit dem Langlauf: Bei einem Alpinwettkampf, der wegen Sturm ausfiel, nahm er stattdessen an der Landesmeisterschaft im Langlauf teil und wurde vom damaligen Bundestrainer angesprochen. Es folgte 1994 der Wechsel zum Langlauf und Biathlon. Dies war auch ein guter Zeitpunkt, so Giesen, denn die Unversehrtheit seiner zwei gesunden Beine wollte er beim riskanteren Alpinski nicht aufs Spiel setzen.
Seine Spezialdisziplin ist das Slalomfahren, wodurch er in der Super-Kombination international vorn mitmischt. Ich bin ein Allrounder, sagt der amtierende Mannschaftsweltmeister, der in der Einzelwertung nur knapp am Edelmetall vorbei schrammte. Der 25jährige trainiert auch im Sommer bis zu acht Mal pro Woche für den Alpinsport. Nach seiner Teilnahme bei den Paralympics in Turin 2006 wurde der 25-jährige Monoskifahrer zwei Jahre später beim Europacup in Schweden zweimal Dritter im Slalom und einmal Dritter beim Riesenslalom.
Seit 1948 gibt es die Paralympics, die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Allerdings tragen die Wettkämpfe ihren heute gebräuchlichen Namen erst seit dem Jahr 1988. Es war ein deutschstämmiger Neurologe, Dr. Ludwig Guttmann, der im englischen Stoke Mandeville die ersten Sportwettbewerbe für Kriegsversehrte initiierte, parallel zu den Olympischen Spielen. Seit 1960, seit den "Weltspielen der Gelähmten" in Rom, finden die Paralympics nicht mehr gleichzeitig mit, sondern im Anschluss an die Olympiaden statt. Zum ersten Mal auch im Winter wurden die Paralympics 1976 veranstaltet, damals in Schweden. Beteiligt waren 250 Sportler aus 14 Nationen. In Salt Lake City im Jahr 2000 waren es mehr als 600 Paralympioniken.
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