Josef Giesen und Thomas Nolte vom Team BEB haben bei den Paralympics überzeugt!
Thomas Nolte im Super-G auf dem 14. Platz
In seinem vorletzten Wettbewerb bei den Paralympics in Vancouver hat Thomas Nolte (MTV Braunschweig/ Team BEB) im Super-G der sitzenden Klasse in einer Zeit von 1:25,80 Minuten einen guten 14. Platz belegt und ist damit hinter dem Silbermedaillengewinner Martin Braxenthaler (1:20,73 Minuten) und vor Franz Hanfstingl (1:27,53 Minuten) auf Rang 17 der zweitbeste Deutsche. Nachdem es über Nacht wieder strengen Frost gegeben hatte, war die Piste zwar hart und schnell und von den Organisatoren sehr gut präpariert worden, allerdings gestaltete sich die Fahrt für alle Athleten unruhig und höchst anspruchsvoll. Nur mit äußerster Konzentration gelang es den Fahrern, die rasante Fahrt ins Ziel zu bringen. Und abermals gelang dies elf Athleten nicht. Stark zeigten sich die Japaner, die die Plätze eins, drei und fünf belegten. Als letzte Disziplin steht für Thomas Nolte am Samstag, 20 März, die Super-Kombination auf dem Programm, bevor es dann am Sonntag gemeinsam mit dem Team vom Athletendorf zur Abschlussfeier nach Whistler geht.
Im letzten Rennen seiner langjährigen sportlichen Karriere hat Josef Giesen im Biathlon die Bronzemedaille gewonnen.
Giesen freute sich nach seinem 12,5 km Lauf wie ein Schneekönig!
Nolte fährt sein erstes paralympisches Rennen
Knapp am Edelmetall vorbei: Josef Giesen auf Platz vier
Wenige Meter fehlten Josef Giesen zu Bronze
Am 12. März 2010 werden in Vancouver die X. Paralympics eröffnet.
Auf Edelmetall hoffen zwei behinderte Wintersportler aus Niedersachsen bei den Paralympics von Samstag bis zum 21. März in Vancouver.
Der contergangeschädigte Spitzensportler kam 1994 erstmalig in Kontakt mit dem Langlauf: Bei einem Alpinwettkampf, der wegen Sturm ausfiel, nahm er stattdessen an der Landesmeisterschaft im Langlauf teil und wurde vom damaligen Bundestrainer angesprochen. Es folgte 1994 der Wechsel zum Langlauf und Biathlon. Dies war auch ein guter Zeitpunkt, so Giesen, denn die Unversehrtheit seiner zwei gesunden Beine wollte er beim riskanteren Alpinski nicht aufs Spiel setzen.
Seine Spezialdisziplin ist das Slalomfahren, wodurch er in der Super-Kombination international vorn mitmischt. Ich bin ein Allrounder, sagt der amtierende Mannschaftsweltmeister, der in der Einzelwertung nur knapp am Edelmetall vorbei schrammte. Der 25jährige trainiert auch im Sommer bis zu acht Mal pro Woche für den Alpinsport. Nach seiner Teilnahme bei den Paralympics in Turin 2006 wurde der 25-jährige Monoskifahrer zwei Jahre später beim Europacup in Schweden zweimal Dritter im Slalom und einmal Dritter beim Riesenslalom.
Seit 1948 gibt es die Paralympics, die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Allerdings tragen die Wettkämpfe ihren heute gebräuchlichen Namen erst seit dem Jahr 1988. Es war ein deutschstämmiger Neurologe, Dr. Ludwig Guttmann, der im englischen Stoke Mandeville die ersten Sportwettbewerbe für Kriegsversehrte initiierte, parallel zu den Olympischen Spielen. Seit 1960, seit den "Weltspielen der Gelähmten" in Rom, finden die Paralympics nicht mehr gleichzeitig mit, sondern im Anschluss an die Olympiaden statt. Zum ersten Mal auch im Winter wurden die Paralympics 1976 veranstaltet, damals in Schweden. Beteiligt waren 250 Sportler aus 14 Nationen. In Salt Lake City im Jahr 2000 waren es mehr als 600 Paralympioniken.
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